Zum Geburtstag viel Glück?

Zum Geburtstag viel Glück?


Hallöchen liebe:r Leser:in,

 heute teile ich etwas mit dir, was die Wenigsten von mir wissen und was auch ich erst seit wenigen Jahren von mir weiß. 

Und es ist kein Zufall, dass ich das am 11. September tue.

An meinem Geburtstag. 

Es geht in die Tiefe und Dunkelheit.
Sei gewarnt.


 Wie du in dem Bild sehen kannst, habe ich das Glück viele schöne Momente an meinem Geburtstag erlebt haben zu dürfen.
 

Doch passierte in meinen Jugendjahren etwas, das das ändern sollte. 

Relativ zeitgleich mit einer einsetzenden Depression, einer unerklärlichen sowie schambehafteten Hauterkankung und häuslicher Gewalt entwickelte sich eine Angst - vor allem vor meinem Geburtstag.

Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, wenn ich in der nicht-enden-wollenden Lateinstunde auf die Uhr blickte und bei der Uhrzeit 11:09 erschauderte. 

Sicherlich hat der Flugzeugabsturz 2001 zu diesem Empfinden beigetragen und die zahlreichen, der Trauer gewidmeten Schweigeminuten an Schulen und anderen Einrichtungen an diesem einen, meinen Tag.

Es ging so weit, dass ich anfing mein Geburtsdatum zu verschweigen oder vorgab, ich hätte am 12. September Geburtstag. Denn ich wollte zu meiner bereits existenten Scham nicht noch die 3000 Toten des Unglücks dazuzählen.

So duckte, schämte und weigerte ich mich... bis ich mich schließlich betäubte. Über ein Jahrzehnt hinweg. 

Erst vor 3 Jahren holte mich dieser Traum wieder ein und ich fand mich scheinbar grundlos weinend auf meiner Yogamatte wieder, mit dem Gefühl in der Brust, nichts wert zu sein.


 Seitdem kriege ich ihn jedes Jahr am 11. September und die Tage davor zu sehen, den kleinen Mischa, der alles abbekommen hat und nichts dafür konnte.

 Alles was ich brauchte, war Liebe, Aufmerksamkeit und vor allem Verständnis.

Und was ich hören wollte, waren die Worte, die ich seit 4 Jahren fortwährend und mit einer Gesamtauflage von über 1.000.000 Stück drucken lasse:

Du wirst geliebt.

Du wirst gesehen.

Du bist wichtig.

Du bist wertvoll.

Und ich werde nicht damit aufhören, bis jede manipulative Plakatwand der Stadt diese Worte trägt. Bis die Kinder einer jeden einkommensschwachen Familie, wie meine es war, es lesen können.

Das was ich an meinem Geburtstag nach wie vor erfahren darf, ist für zu viele Menschen Alltag. 

Mein Geburtstag ist mein Anker für all das Gute und Schlechte, was mir widerfahren ist. Und meine Erinnerung, wo und wofür ich auf diese Welt gekommen bin. Ein Feiertag ebenso wie ein Gedenktag.


Und es fühlt sich gut an, an diesem meinen Tag nicht glücklich sein zu müssen. Es fühlt sich gut an im Beisein von Menschen zu sein, die meine Tränen ebenso schätzen wie mein Lächeln.

Und es fühlt sich gut an, heute zu geben. 

Deshalb habe ich eine Spendenaktion auf Instagram und Facebook gestartet. Für mein Heimatland, die Ukraine. Das Land, in dem ich vor 31 Jahren das Licht der Welt erblicken durfte.

Es freut mich zutiefst, wenn wir diese Spendenaktion gemeinsam zu einem Erfolg machen können. 🥹
 

 

Über Misch

Das Wort, das in den letzten Tagen häufig zu mir kommt ist Gnade.

Die Gnade am Leben zu sein,
so viele Facetten des Lebens erfahren zu dürfen.
Den Schmerz und auch die Freude.
Weinen zu dürfen, ohne zu wissen weshalb.
Lachen zu dürfen, ohne Grund.
Und alles dazwischen.

Und die höchste Gnade für mich ist es,
den Menschen gefunden zu haben,
für den ich ich sein darf.
Aus vollem Herzen.

Danke Anka.

Danke Mama & Papa.

In Liebe,
Dein Mischa

verfasst von Mischa Levit

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